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Zahlt die Private Krankenversicherung auch Psychotherapie?

Wie der Körper kann auch die Seele krank werden. Dauerstress, Konflikte mit dem Partner, das Gefühl überfordert zu sein, traumatische Erlebnisse oder ein Burnout können zu Krankheiten führen, die nicht so offensichtlich sind wie ein gebrochener Arm und trotzdem das Leben massiv beeinträchtigen.

Diese Erkrankungen zu behandeln ist Aufgabe der Psychotherapie.

Jeder fünfte bekommt mindestens einmal in seinem Leben eine Depression (Quelle: Wirtschaftswoche) und jeder vierte leidet im Laufe des Lebens an der einen oder anderen psychischen Erkrankung.

Psychotherapie -was übernimmt die Private Krankenversicherung?

Eine psychische Erkrankung ist - eine Erkrankung. Und eine Krankenversicherung übernimmt die Maßnahmen, die zur Gesundung erforderlich sind. Entsprechend ist die Psychotherapie in den Musterbedingungen der PKV Verbandes und den Tarifbestimmungen bei vielen Versicherern eine reguläre Leistung der privaten Krankenversicherung.

Allerdings ist in der PKV die Art und Weise der Erstattung und der Kostenbeteiligung des Versicherers stark vom gewählten Tarif abhängig.

Auch aus diesem Grund sollte man sich die Tarifbedingungen genau ansehen. Man unterscheidet die ambulante und die stationäre Psychotherapie.

ambulante Psychotherapie

Behandlungen einer psychischen Erkrankung erfolgen meistens ambulant - in den Praxisräumen des Behandlers.

stationäre Psychotherapie

In Ausnahmefällen kann auch ein stationärer Aufenthalt angezeigt sein. 

Kostenübernahme für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten?

Man unterscheidet bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen - im echten Leben wie in den Tarifbedingungen auch - zwischen ärztlichen Psychotherapeuten und psychologischen Psychotherapeuten.

Der ärztliche Psychotherapeut hat eine Facharztausbildung absolviert und darf Medikamente verschreiben.

Die zweite Gruppe hat ein erfolgreiches Psychologiestudium abgeschlossen.

Ob Deine Krankenversicherung nur die Behandlung durch eine der beiden Gruppen abdeckt, kannst Du aus den Tarifbedingungen heraus lesen.

Ist ausschließlich eine Kostenübernahme für Rechnungen, die nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet werden, vorgesehen, dann übernimmt die PKV nur die Kosten für Behandlungen durch ärztliche Psychotherapeuten

Erfolgen auch Erstattungen für Rechnungen nach GOP (Gebührenordnung für Psychotherapeuten), dann kann die Behandlung auch durch Psychologen vorgenommen werden.

Kostenübernahme für stationäre Aufenthalte

Auch die Kostenübernahme für einen stationären Aufenthalt kann durch Tarifbedingungen nicht ausgeschlossen werden. Sinnvoll ist allerdings, vor Antritt der Behandlung die PKV zu informieren. So kann auch direkt zwischen Klinik und PKV abgerechnet werden.

Kann die PKV auch Behandlungen ablehnen?

Ist die Behandlung medizinisch angezeigt, kann die PKV eine Behandlung im Rahmen der vertraglich vereinbarten Leistungen nicht ablehnen.

Schwierigkeiten bei der Kostenerstattung kann es geben, wenn der Behandler keine Zulassung hat, Leistungen abgerechnet werden, die in den Tarifbedingungen nicht vereinbart waren oder der Abrechnungssatz über den im Tarif vereinbarten liegt.

Viele Tarife sehen auch eine Obergrenze für die Anzahl an abrechenbaren Therapiestunden pro Jahr vor. Wird diese Grenze überschritten, wird die PKV die über vereinbarten Anzahl liegenden Stunden nicht erstatten.

Kann eine Psychotherapie ein Grund für eine Ablehnung durch eine Private Krankenversicherung sein?

Stellst Du einen Antrag zur Aufnahme in eine Private Krankenversicherung, stellt Dir der Versicherer Fragen zu Deiner Gesundheit und Deiner Gesundheitshistorie. Er will abschätzen, welches Risiko ein Vertrag mit Dir für ihn mit sich bringt.

Ist ihm das Risiko zu hoch, wird er Deinen Antrag ablehnen.

Manche Versicherer fragen nach der Historie der letzten drei, andere nach den letzten fünf oder gar der letzten zehn Jahre. 

Eine Psychotherapie im Abfragezeitraum ist regelmäßig ein Grund für eine Ablehnung Deines Antrages durch die Versicherungsgesellschaft. Nur in Ausnahmefällen gibt sich ein Versicherer unserer Erfahrung nach mit einem Risikozuschlag zufrieden. 

Lass Dir nicht erzählen, dass Du bei den Gesundheitsfragen mogeln kannst. Die Gesundheitsfragen sind unbedingt  wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten - erwischt Dich der Versicherer bei einer Falschangabe, kann er im schlimmsten Fall 10 Jahre rückwirkend den Vertrag anfechten und Du müsstest alle Leistungen an ihn zurück zahlen.

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Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Form der Krankenversicherung, die neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existiert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, die für alle obligatorisch ist, kannst du als Selbstständiger oder Unternehmer dich für die private Krankenversicherung entscheiden. Du kannst individuell gestaltbare Versicherungspakete wählen, die je nach deinem Bedarf verschiedene Leistungen abdecken können. Dazu gehören unter anderem ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen sowie Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung richten sich nach deinem Alter, Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo die Beiträge einkommensabhängig sind, werden die Beiträge in der PKV individuell vereinbart und können daher variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die private Krankenversicherung nicht für jeden zugänglich ist. Die Aufnahme in die PKV ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, wie beispielsweise ein bestimmtes Mindesteinkommen oder ein bestimmter Berufsstatus.

Eine gern gestellte Frage, auf die es keine pauschale Antwort gibt. Die Kosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab, wie z.B. dein Alter, dein Gesundheitszustand, der gewählte Tarif und die gewünschten Leistungen. Als Selbstständiger oder Unternehmer musst du besonders auf die Kosten achten, die mit der privaten Krankenversicherung verbunden sind. Es kann sich lohnen, verschiedene Angebote zu vergleichen, um die günstigste Option für dich zu finden.

welche private Krankenversicherung die beste ist, ist subjektiv und hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Es gibt verschiedene private Krankenversicherungen, die unterschiedliche Tarife und Leistungen anbieten, sodass die "beste" Krankenversicherung für dich von deinen spezifischen Anforderungen abhängt. Einige Kriterien, die bei der Bewertung einer privaten Krankenversicherung berücksichtigt werden können, sind:
  • Deckungsumfang: Welche Leistungen sind im Versicherungsschutz enthalten, wie ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, etc.?
  • Beitragshöhe: Wie hoch sind die monatlichen Beiträge für den gewählten Tarif?
  • Service und Kundenzufriedenheit: Wie ist der Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen?
  • Flexibilität: Bietet die Versicherung die Möglichkeit, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern?
  • Zusatzleistungen: Gibt es optionale Zusatzleistungen oder Extra-Services, die für dich von Interesse sein könnten?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglicherweise nicht empfehlenswert ist. Hier sind einige Fälle, in denen du es dir gut überlegen solltest:
  • Finanzielle Stabilität: Private Krankenversicherungen können im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen teurer sein, insbesondere für ältere Personen oder Personen mit Vorerkrankungen. Wenn die monatlichen Beiträge zu einer finanziellen Belastung werden könnten, ist ein Wechsel möglicherweise nicht ratsam.
  • Unsicherheit über Einkommen: Für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist ein bestimmtes Mindesteinkommen ratsam. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Einkommen langfristig auf einem ausreichend hohen Niveau bleibt, um die Beiträge zu bezahlen, solltest du vorsichtig sein.
  • Familienplanung: Wenn du planst, Kinder zu bekommen, solltest du bedenken, dass die gesetzliche Krankenversicherung oft bessere Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bietet. Zudem sind Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.
  • Gesundheitszustand: Personen mit Vorerkrankungen oder einem höheren Risiko für bestimmte Krankheiten können Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare private Krankenversicherung zu finden. In solchen Fällen kann es sinnvoller sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.
  • Berufliche Veränderungen: Wer eine berufliche Selbstständigkeit plant oder eine Tätigkeit im Ausland aufnimmt, sollte die Auswirkungen auf die Krankenversicherung sorgfältig prüfen. In manchen Fällen kann es vorteilhafter sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

So lange die Scheidung nicht rechtskräftig ist und ihr nur getrennt lebt, ändert sich formal am Status nichts. Wir empfehlen bei rechtlichen Problemstellungen grundsätzlich eine Auskunft, durch eine entsprechend qualifizierte Beratungsstelle einzuholen.

Bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung gibt es mehrere wichtige Punkte zu beachten. Hier sind einige wichtige Aspekte:
  • Deckungsumfang: Überprüfe sorgfältig, welche Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sind. Dazu gehören ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente, alternative Heilmethoden usw.
  • Selbstbeteiligung: Prüfe, ob die Versicherung eine Selbstbeteiligung vorsieht und wie hoch diese ist. Eine höhere Selbstbeteiligung kann zu niedrigeren Beiträgen führen, aber auch zu höheren Kosten im Krankheitsfall.
  • Wartezeiten: Achte darauf, ob und welche Wartezeiten für bestimmte Leistungen gelten. Einige Versicherungen haben Wartezeiten für bestimmte Behandlungen oder Vorerkrankungen.
  • Service und Kundenzufriedenheit: Informiere dich über den Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen. Bewertungen und Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer können dabei hilfreich sein.
  • Flexibilität: Prüfe, ob die Versicherung die Möglichkeit bietet, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern.
  • Zusatzleistungen: Überlege, ob dir optionale Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus oder alternative Heilmethoden wichtig sind und ob diese von der Versicherung angeboten werden.
  • Finanzielle Stabilität: Achte auf die finanzielle Stabilität des Versicherungsunternehmens, um sicherzustellen, dass es langfristig in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Ja, Beiträge zur privaten Krankenversicherung können unter bestimmten Bedingungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
  • Voraussetzungen: Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Höhe der Basisabsicherung können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Dazu müssen sie die Höchstbeträge für Sonderausgaben überschreiten.
  • Höchstbeträge: Die Höchstbeträge für Sonderausgaben sind gestaffelt und richten sich nach dem Familienstand sowie der Art der Krankenversicherung. Für Selbstständige und Beamte gelten dabei andere Regelungen als für Arbeitnehmer.
  • Selbstständige und Beamte: Selbstständige und Beamte können in der Regel ihre gesamten Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sonderausgaben geltend machen, da sie keine Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Krankenversicherung haben.
  • Arbeitnehmer: Arbeitnehmer können nur den Teil ihrer Beiträge zur privaten Krankenversicherung absetzen, der die Arbeitgeberzuschüsse übersteigt. Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Vorsorgeaufwendungen: Neben den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung können auch andere Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben abgesetzt werden. Beachte jedoch bitte die jeweiligen Höchstbeiträge.
Zu steuerlichen Themen empfehlen wir grundsätzlich die Hilfestellung durch einen Steuerberater oder einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe.
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