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Private Krankenversicherung für Selbstständige

Für Selbstständige ist die Arbeitskraft das Kapital. Sie können sich eine lange Krankheit kaum leisten.

Und wenn es doch passiert? Dann müssen sie schnell wieder auf die Beine kommen.

Normalerweise würde hier stehen: "Dann nichts wie ab in die private Krankenversicherung, wenn Du bei Krankheit bestens versorgt sein willst". Doch ganz so einfach ist es nicht.

Auch wenn wir glauben, dass die "private" das grundsätzlich bessere System ist, wollen wir, dass Du Deine Entscheidung informiert triffst und geben Dir hier schon einiges an Informationen, die Dir helfen können, die richtige Entscheidung zu treffen.

Im Gegensatz zu Angestellten, die erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen, sind Selbstständige mit Aufnahme der Selbstständigkeit nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Eine Krankenversicherung unterhalten müssen sie trotzdem unterhalten, wenn sie ihren Wohnsitz in Deutschland haben (§193 II VVG).

Sie haben die Wahl: Werden sie freiwillig gesetzliches Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) oder schließen sie eine private Krankenversicherung (PKV) ab. Je nach Situation hat beides Vorteile und beides Nachteile.

Private und gesetzliche Krankenversicherung - der Unterschied der Systeme

Bevor man sich entscheidet, sollte man den wesentlichen Unterschiede der Systeme verstanden haben.

Grundprinzipien

Auf der einen Seite die GKV, die (unter staatlicher Lenkung), ihren Mitgliedern im Krankheitsfall die Grundversorgung an medizinischen Maßnahmen zur Wiedererlangung der Gesundheit garantiert.Sie finanziert sich durch die Beiträge ihrer Mitglieder, durch Steuerzuschüsse und den Gesundheitsfonds.

Auf der anderen Seite die Private Krankenversicherung, die rein privatwirtschaftlich organisiert ist. Versicherer und Versicherungsnehmer schließen einen Vertrag mit einem bestimmten Inhalt, den es dann zu erfüllen gilt. Der Versicherte zahlt seine Beiträge, der Versicherer leistet das, was in den Tarifbedingungen steht. Die PKV kommt ohne Zuschüsse aus und finanziert sich ausschließlich durch die Beiträge ihrer Versicherten.

  • GKV:

    • Staatlich regulierte Grundversorgung im Krankheitsfall
    • Finanziert durch Mitgliedsbeiträge, Steuerzuschüsse und den Gesundheitsfonds
  • Private Krankenversicherung (PKV):

    • Rein privatwirtschaftlich organisiert
    • Versicherer und Versicherungsnehmer schließen individuelle Verträge ab
    • Finanziert sich ausschließlich durch Versicherungsbeiträge, ohne Zuschüsse

Wettbewerbssituation in den Systemen

Der GKV Spitzenverband nennt zum Stand 01.01.2024 eine Zahl von 95 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland (Quelle:GKV Spitzenverband). Ein echter Wettbewerb kann unter ihnen nicht bestehen - die Leistungen, die eine GKV erbringen darf und muss, sind weitestgehend durch den Gesetzgeber bzw. seine Gremien festgelegt. Sie unterscheiden sich fast nur im Zusatzbeitrag, den sie erheben. 

Auf der anderen Seite stehen nach Angaben des Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. in der privaten Krankenversicherung 36 Anbieter der Krankenvollversicherung als Alternative zur GKV im echten Wettbewerb um Kunden. Entsprechend vielfältig ist dann auch das Angebot und die Tarifauswahl - vom Einsteigertarif, dessen Leistungen knapp die gesetzlichen Anforderungen erfüllen bis zum Hochleistungstarif mit weltweitem Schutz ist alles vertreten.

  • 95 gesetzliche Krankenkassen, begrenzter Wettbewerb fast einheitlichen Leistungskatalog, hauptsächlich unterschiedliche Zusatzbeiträge.
  • Private Krankenversicherung: 36 Anbieter, echter Wettbewerb, breites Angebot von Einsteiger- bis Premium-Tarifen.

Deine Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die GKV Beiträge berechnen sich nach einem festgelegten Prozentsatz des Einkommens. Der reguläre Beitragssatz beläuft sich auf 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds, wie beispielsweise Lohn oder Rente.Ohne Anspruch auf Krankentagegeld reduziert sich der Beitragssatz auf 14 Prozent.

Zum regulären Beitragssatz addiert sich der kassenspezifische Zusatzbeitrag. Im Schnitt über alle Kassen lag dieser bei 1.7 Prozent (Bundesgesundheitsministerium). Bei Angestellten teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Beitrag - Selbstständige tragen den Beitrag alleine.

Die Beiträge, die eine gesetzliche Krankenkasse erhebt, sind allerdings nach oben und unten gedeckelt. Nach unten durch den Mindestbeitrag, den die Mitglieder bezahlen müssen, nach oben durch die so genannte Beitragsbemessungsgrenze. Das ist der Maximalbeitrag Deines Einkommens, den eine Krankenversicherung zur Berechnung Deines indivduellen Beitrages heran ziehen kann. Für 2024 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 5.175 EUR im Monat.

Bedeutet für Dich: auch, wenn Du 10.000 EUR im Monat im Monat verdienst, wäre Dein Beitrag derselbe wie bei jemandem, der 5.175 EUR verdient.

Auf einen Blick die Zahlen für 2024, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Kassen unterstellt.

Personenkreis Anspruch auf Krankengeld Monatlicher Beitrag
Höchstbeitrag für Selbstständige/sonstige freiwillig Versicherte nein 812,48 €*
Höchstbeitrag für Selbstständige ja 843,53 €*
Mindestbeitrag für Selbstständige/sonstige freiwillig Versicherte (Mindestbemessungsgrundlage: 1.178,33 €) nein 185,00 €*
Mindestbeitrag für Selbstständige (Mindestbemessungsgrundlage: 1.178,33 €) ja 192,07 €*

Deine Kosten in der PKV

Für die private Krankenversicherung ist Dein Einkommen nicht wichtig.

Du zahlst das, was Du versichert hast.

Vereinfacht: Willst Du wenig Leistung, wirst Du einen niedrigen Beitrag haben. Hohe Leistung? Dann hoher Beitrag.

Beitragsnachforderungen in der GKV

Bei Selbstständigen schwankt imdas Einkommen. Es gibt starke Monate, es gibt schwache Monate. Damit Du trotzdem Deinen gerechten Anteil am Einkommen als Beitrag zahlst, wird Dein Beitrag anhand Deiner erwarteten Einkünfte erst einmal vorläufig festgelegt. Diese werden entweder geschätzt oder anhand des vorjährigen Steuerbescheids ermittelt.

Dein vorläufiger Beitrag wird dann nach Einreichung des aktuellen Steuerbescheids korrigiert. Es kann zu Nachforderungen oder auch zu Rückzahlungen kommen. Reichst Du Deinen Steuerbescheid nicht ein, geht die gesetzliche Krankenversicherung davon aus, dass Du den Höchstbeitrag bezahlen musst und fordert die Beiträge nach.

Die private Krankenversicherung - bezahlt ist bezahlt

Nachdem in der PKV Dein Einkommen keine Rolle spielt, hast Du mit "vorläufigen Beitragsschätzungen" nichts zu tun. Du kennst Deinen Zahlbeitrag und kannst entsprechend vernünftig kalkulieren.

  • GKV:

    • Beitrag abhängig vom Einkommen.
    • es gibt Mindestbeitrag und Höchstbeitrag.
    • Beiträge sind vorläufig - es kann zu Nachzahlungen kommen.
  • Private Krankenversicherung (PKV):

    • Dein Beitrag ist einkommensunabhängig.
    • Dein Zahlbeitrag ist nicht vorläufig.
    • Kosten sind bekannt, belastbare Kalkulationsgrundlage.

Vorteile der GKV für Selbstständige

Der wohl wichtigste Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige ist das Institut der Familienversicherung. Kinder und Ehepartner sind unter bestimmten Umständen kostenlos mitversichert.

Wer seinen Angehörigen trotzdem einen Schutz über dem gesetzlichen Niveau bieten will, kommt um den Abschluss von privaten Zusatzversicherungen nicht herum. Für Selbstständige, die ohnehin nahe am Höchstbeitrag zahlen müssen, kommt so eine ordentliche Summe für die Position "Krankenversicherung für die Familie" zusammen.

Dass die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung einkommensabhängig sind, hat nicht nur Nachteile. Läuft ein Jahr schlecht, kannst Du Dich darauf verlassen, dass Deine Beiträge entsprechend niedriger sind.

  • Familienversicherung
  • Schlechte Jahre führen auch zu niedrigen Beiträgen

Die größten Vorteile der PKV für Selbstständige

Gerne als großen Plus der privaten Krankenversicherung beworben: die - gerade bei gutverdienenden jungen Selbstständigen - niedrigeren Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Das ist ein Vorteil, der in den meisten Fällen tatsächlich gegeben sein wird. Die Beitragshöhe hängt aber immer von der individuellen Situation ab und kann sich auch ändern. 

Die Beitragsersparnis ist unserer Meinung nach nicht das stärkste Argument für die PKV.

Wir meinen: Selbstständige können es sich bei einer Erkrankung einfach nicht leisten, wochenlang auf einen Arzttermin oder das nächste freie MRT zu warten. Für privat Versicherte finden Ärzte in der Regel schnell einen Termin, auch wenn ".. das Quartal bereits voll ist...".

  • in der Regel Beitragsersparnis
  • schnellere Arzttermine und Behandlungen

Du siehst: Die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist nicht einfach. Lass Dir auf jeden Fall ausführlich die Unterschiede zwischen den Systemen erklären, bevor Du Dich entscheidest, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Wenn Du Dich dann erst einmal für den Wechsel des Systems entschieden hast, geht es darum, die richtige private für Dich zu finden. Achte auf die richtige Gesellschaft und entscheide Dich dann für den Tarif, der am besten zu Dir passt.

Wenn Du Dir viel Arbeit sparen willst, nimm den Rat eines Experten zu Hilfe. Ein Versicherungsmakler berät Dich kostenlos und ist gesetzlich dazu verpflichtet, Dich vollständig und richtig zu beraten.

Suche Dir bitte einen Spezialisten für die Private Krankenversicherung.

verticus Partner sind genau das: Experten für die private Krankenversicherung. Sie beraten Dich kostenlos, unverbindlich, ohne Umsatzdruck von außen und helfen Dir, die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu treffen.

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    Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Form der Krankenversicherung, die neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existiert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, die für alle obligatorisch ist, kannst du als Selbstständiger oder Unternehmer dich für die private Krankenversicherung entscheiden. Du kannst individuell gestaltbare Versicherungspakete wählen, die je nach deinem Bedarf verschiedene Leistungen abdecken können. Dazu gehören unter anderem ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen sowie Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung richten sich nach deinem Alter, Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo die Beiträge einkommensabhängig sind, werden die Beiträge in der PKV individuell vereinbart und können daher variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die private Krankenversicherung nicht für jeden zugänglich ist. Die Aufnahme in die PKV ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, wie beispielsweise ein bestimmtes Mindesteinkommen oder ein bestimmter Berufsstatus.

    Eine gern gestellte Frage, auf die es keine pauschale Antwort gibt. Die Kosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab, wie z.B. dein Alter, dein Gesundheitszustand, der gewählte Tarif und die gewünschten Leistungen. Als Selbstständiger oder Unternehmer musst du besonders auf die Kosten achten, die mit der privaten Krankenversicherung verbunden sind. Es kann sich lohnen, verschiedene Angebote zu vergleichen, um die günstigste Option für dich zu finden.

    welche private Krankenversicherung die beste ist, ist subjektiv und hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Es gibt verschiedene private Krankenversicherungen, die unterschiedliche Tarife und Leistungen anbieten, sodass die "beste" Krankenversicherung für dich von deinen spezifischen Anforderungen abhängt. Einige Kriterien, die bei der Bewertung einer privaten Krankenversicherung berücksichtigt werden können, sind:
    • Deckungsumfang: Welche Leistungen sind im Versicherungsschutz enthalten, wie ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, etc.?
    • Beitragshöhe: Wie hoch sind die monatlichen Beiträge für den gewählten Tarif?
    • Service und Kundenzufriedenheit: Wie ist der Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen?
    • Flexibilität: Bietet die Versicherung die Möglichkeit, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern?
    • Zusatzleistungen: Gibt es optionale Zusatzleistungen oder Extra-Services, die für dich von Interesse sein könnten?

    Es gibt bestimmte Situationen, in denen ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglicherweise nicht empfehlenswert ist. Hier sind einige Fälle, in denen du es dir gut überlegen solltest:
    • Finanzielle Stabilität: Private Krankenversicherungen können im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen teurer sein, insbesondere für ältere Personen oder Personen mit Vorerkrankungen. Wenn die monatlichen Beiträge zu einer finanziellen Belastung werden könnten, ist ein Wechsel möglicherweise nicht ratsam.
    • Unsicherheit über Einkommen: Für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist ein bestimmtes Mindesteinkommen ratsam. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Einkommen langfristig auf einem ausreichend hohen Niveau bleibt, um die Beiträge zu bezahlen, solltest du vorsichtig sein.
    • Familienplanung: Wenn du planst, Kinder zu bekommen, solltest du bedenken, dass die gesetzliche Krankenversicherung oft bessere Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bietet. Zudem sind Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.
    • Gesundheitszustand: Personen mit Vorerkrankungen oder einem höheren Risiko für bestimmte Krankheiten können Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare private Krankenversicherung zu finden. In solchen Fällen kann es sinnvoller sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.
    • Berufliche Veränderungen: Wer eine berufliche Selbstständigkeit plant oder eine Tätigkeit im Ausland aufnimmt, sollte die Auswirkungen auf die Krankenversicherung sorgfältig prüfen. In manchen Fällen kann es vorteilhafter sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

    So lange die Scheidung nicht rechtskräftig ist und ihr nur getrennt lebt, ändert sich formal am Status nichts. Wir empfehlen bei rechtlichen Problemstellungen grundsätzlich eine Auskunft, durch eine entsprechend qualifizierte Beratungsstelle einzuholen.

    Bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung gibt es mehrere wichtige Punkte zu beachten. Hier sind einige wichtige Aspekte:
    • Deckungsumfang: Überprüfe sorgfältig, welche Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sind. Dazu gehören ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente, alternative Heilmethoden usw.
    • Selbstbeteiligung: Prüfe, ob die Versicherung eine Selbstbeteiligung vorsieht und wie hoch diese ist. Eine höhere Selbstbeteiligung kann zu niedrigeren Beiträgen führen, aber auch zu höheren Kosten im Krankheitsfall.
    • Wartezeiten: Achte darauf, ob und welche Wartezeiten für bestimmte Leistungen gelten. Einige Versicherungen haben Wartezeiten für bestimmte Behandlungen oder Vorerkrankungen.
    • Service und Kundenzufriedenheit: Informiere dich über den Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen. Bewertungen und Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer können dabei hilfreich sein.
    • Flexibilität: Prüfe, ob die Versicherung die Möglichkeit bietet, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern.
    • Zusatzleistungen: Überlege, ob dir optionale Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus oder alternative Heilmethoden wichtig sind und ob diese von der Versicherung angeboten werden.
    • Finanzielle Stabilität: Achte auf die finanzielle Stabilität des Versicherungsunternehmens, um sicherzustellen, dass es langfristig in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

    Ja, Beiträge zur privaten Krankenversicherung können unter bestimmten Bedingungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
    • Voraussetzungen: Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Höhe der Basisabsicherung können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Dazu müssen sie die Höchstbeträge für Sonderausgaben überschreiten.
    • Höchstbeträge: Die Höchstbeträge für Sonderausgaben sind gestaffelt und richten sich nach dem Familienstand sowie der Art der Krankenversicherung. Für Selbstständige und Beamte gelten dabei andere Regelungen als für Arbeitnehmer.
    • Selbstständige und Beamte: Selbstständige und Beamte können in der Regel ihre gesamten Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sonderausgaben geltend machen, da sie keine Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Krankenversicherung haben.
    • Arbeitnehmer: Arbeitnehmer können nur den Teil ihrer Beiträge zur privaten Krankenversicherung absetzen, der die Arbeitgeberzuschüsse übersteigt. Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
    • Vorsorgeaufwendungen: Neben den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung können auch andere Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben abgesetzt werden. Beachte jedoch bitte die jeweiligen Höchstbeiträge.
    Zu steuerlichen Themen empfehlen wir grundsätzlich die Hilfestellung durch einen Steuerberater oder einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe.
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