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Dieses Gehalt musst Du verdienen, um in die PKV wechseln zu können

Wer sich als Angestellter mit dem Thema private Krankenversicherung auseinander setzen möchte, kommt um den Begriff der Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht herum.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) in Deutschland ist eine maßgebliche Größe zur Einstufung in die private Krankenversicherung (PKV). Diese Grenze wird jährlich neu festgelegt und entscheidet darüber, ob ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin versicherungsfrei ist und sich in der PKV versichern kann oder ob sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert bleiben muss.

Berücksichtigte Gehaltsbestandteile

Für die Berechnung der Jahresarbeitsentgeltgrenze werden bestimmte Gehaltsbestandteile berücksichtigt. Diese umfassen:

  1. Monatliches Bruttoeinkommen: Das monatliche Bruttoeinkommen ist ein wichtiger Bestandteil der Jahresarbeitsentgeltberechnung. Es wird im Jahresdurchschnitt betrachtet und umfasst alle regelmäßigen Gehaltszahlungen, einschließlich des monatlichen Bruttoeinkommens.
  2. Vermögenswirksame Leistungen: Vermögenswirksame Leistungen wie z.B. Provisionen, Boni, Prämien, Sonderzahlungen oder Erfolgsbeteiligungen werden ebenfalls berücksichtigt. Diese können jährlich oder monatlich gezahlt werden und sind oft an den Unternehmenserfolg oder die nachgewiesene Leistung des Mitarbeiters geknüpft.
  3. Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Urlaubs- und Weihnachtsgeld, auch bekannt als 13. Monatsgehalt, sind weitere Gehaltsbestandteile, die bei der Berechnung der Jahresarbeitsentgeltgrenze berücksichtigt werden.
  4. Bereitschaftsvergütungen: Bereitschaftsvergütungen, die vertraglich vorgesehen sind und regelmäßig gezahlt werden, werden ebenfalls berücksichtigt.
  5. Überstundenpauschalen: Überstundenpauschalen, die regelmäßig gezahlt werden, sind ein weiterer Bestandteil der Jahresarbeitsentgeltberechnung. Gelegentliche Überstundenvergütungen werden jedoch nicht berücksichtigt.

Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze und die Beitragsbemessungsgrenze sind zwei verschiedene Kennzahlen, die oft verwechselt werden. Die Versicherungspflichtgrenze entscheidet darüber, ob ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin versicherungsfrei ist und sich in der PKV versichern kann. Die Beitragsbemessungsgrenze hingegen dient als Grenzwert bei der Berechnung der Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen und spielt bei der Berechnung des Arbeitgeberzuschusses eine Rolle.

Konsequenzen für Arbeitnehmer

Werden die Gehaltsbestandteile über die Versicherungspflichtgrenze von 69.300 Euro brutto jährlich überschritten, sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen versicherungsfrei und können in die PKV wechseln. Werden sie jedoch unter dieser Grenze gelegen, sind sie versicherungspflichtig und müssen in der GKV versichert bleiben.

Konsequenzen für Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige, Freiberufler, Unternehmer und niedergelassene Ärzte sind per se nicht versicherungspflichtig und können sich frei in der PKV oder GKV versichern oder auch keine Krankenversicherung haben.

Konsequenzen für Beamte und Beamtinnen

Beamte und Beamtinnen haben die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Beihilfekonforme Absicherung in der PKV oder Absicherung in der GKV als freiwillig GKV-Versicherte. Die JAEG spielt keine Rolle bei der Beihilfekonformen Absicherung, aber bei der Absicherung in der GKV als freiwillig GKV-Versicherte spielt sie eine Rolle, wenn es darum geht, ob für die Kinder die Familienversicherung beim anderen Elternteil in der GKV greift.

Konsequenzen für Familienversicherung

Liegt das Einkommen eines Arbeitnehmers über der Versicherungspflichtgrenze und verdienen sie mehr als ihr Ehepartner oder ihre Ehepartnerin, ist eine Familienversicherung der Kinder in der GKV nicht möglich, wenn sie privat versichert sind. Bleiben sie jedoch in der GKV, ist weiterhin Familienversicherung der Kinder möglich.

Insgesamt zeigt sich, dass die Berücksichtigung bestimmter Gehaltsbestandteile bei der Berechnung der Jahresarbeitsentgeltgrenze entscheidend ist, um festzustellen, ob ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin versicherungsfrei ist und sich in der PKV versichern kann oder ob sie in der GKV versichert bleiben muss.

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Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Form der Krankenversicherung, die neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existiert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, die für alle obligatorisch ist, kannst du als Selbstständiger oder Unternehmer dich für die private Krankenversicherung entscheiden. Du kannst individuell gestaltbare Versicherungspakete wählen, die je nach deinem Bedarf verschiedene Leistungen abdecken können. Dazu gehören unter anderem ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen sowie Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung richten sich nach deinem Alter, Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo die Beiträge einkommensabhängig sind, werden die Beiträge in der PKV individuell vereinbart und können daher variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die private Krankenversicherung nicht für jeden zugänglich ist. Die Aufnahme in die PKV ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, wie beispielsweise ein bestimmtes Mindesteinkommen oder ein bestimmter Berufsstatus.

Eine gern gestellte Frage, auf die es keine pauschale Antwort gibt. Die Kosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab, wie z.B. dein Alter, dein Gesundheitszustand, der gewählte Tarif und die gewünschten Leistungen. Als Selbstständiger oder Unternehmer musst du besonders auf die Kosten achten, die mit der privaten Krankenversicherung verbunden sind. Es kann sich lohnen, verschiedene Angebote zu vergleichen, um die günstigste Option für dich zu finden.

welche private Krankenversicherung die beste ist, ist subjektiv und hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Es gibt verschiedene private Krankenversicherungen, die unterschiedliche Tarife und Leistungen anbieten, sodass die "beste" Krankenversicherung für dich von deinen spezifischen Anforderungen abhängt. Einige Kriterien, die bei der Bewertung einer privaten Krankenversicherung berücksichtigt werden können, sind:
  • Deckungsumfang: Welche Leistungen sind im Versicherungsschutz enthalten, wie ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, etc.?
  • Beitragshöhe: Wie hoch sind die monatlichen Beiträge für den gewählten Tarif?
  • Service und Kundenzufriedenheit: Wie ist der Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen?
  • Flexibilität: Bietet die Versicherung die Möglichkeit, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern?
  • Zusatzleistungen: Gibt es optionale Zusatzleistungen oder Extra-Services, die für dich von Interesse sein könnten?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglicherweise nicht empfehlenswert ist. Hier sind einige Fälle, in denen du es dir gut überlegen solltest:
  • Finanzielle Stabilität: Private Krankenversicherungen können im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen teurer sein, insbesondere für ältere Personen oder Personen mit Vorerkrankungen. Wenn die monatlichen Beiträge zu einer finanziellen Belastung werden könnten, ist ein Wechsel möglicherweise nicht ratsam.
  • Unsicherheit über Einkommen: Für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist ein bestimmtes Mindesteinkommen ratsam. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Einkommen langfristig auf einem ausreichend hohen Niveau bleibt, um die Beiträge zu bezahlen, solltest du vorsichtig sein.
  • Familienplanung: Wenn du planst, Kinder zu bekommen, solltest du bedenken, dass die gesetzliche Krankenversicherung oft bessere Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bietet. Zudem sind Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.
  • Gesundheitszustand: Personen mit Vorerkrankungen oder einem höheren Risiko für bestimmte Krankheiten können Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare private Krankenversicherung zu finden. In solchen Fällen kann es sinnvoller sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.
  • Berufliche Veränderungen: Wer eine berufliche Selbstständigkeit plant oder eine Tätigkeit im Ausland aufnimmt, sollte die Auswirkungen auf die Krankenversicherung sorgfältig prüfen. In manchen Fällen kann es vorteilhafter sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

So lange die Scheidung nicht rechtskräftig ist und ihr nur getrennt lebt, ändert sich formal am Status nichts. Wir empfehlen bei rechtlichen Problemstellungen grundsätzlich eine Auskunft, durch eine entsprechend qualifizierte Beratungsstelle einzuholen.

Bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung gibt es mehrere wichtige Punkte zu beachten. Hier sind einige wichtige Aspekte:
  • Deckungsumfang: Überprüfe sorgfältig, welche Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sind. Dazu gehören ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente, alternative Heilmethoden usw.
  • Selbstbeteiligung: Prüfe, ob die Versicherung eine Selbstbeteiligung vorsieht und wie hoch diese ist. Eine höhere Selbstbeteiligung kann zu niedrigeren Beiträgen führen, aber auch zu höheren Kosten im Krankheitsfall.
  • Wartezeiten: Achte darauf, ob und welche Wartezeiten für bestimmte Leistungen gelten. Einige Versicherungen haben Wartezeiten für bestimmte Behandlungen oder Vorerkrankungen.
  • Service und Kundenzufriedenheit: Informiere dich über den Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen. Bewertungen und Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer können dabei hilfreich sein.
  • Flexibilität: Prüfe, ob die Versicherung die Möglichkeit bietet, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern.
  • Zusatzleistungen: Überlege, ob dir optionale Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus oder alternative Heilmethoden wichtig sind und ob diese von der Versicherung angeboten werden.
  • Finanzielle Stabilität: Achte auf die finanzielle Stabilität des Versicherungsunternehmens, um sicherzustellen, dass es langfristig in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Ja, Beiträge zur privaten Krankenversicherung können unter bestimmten Bedingungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
  • Voraussetzungen: Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Höhe der Basisabsicherung können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Dazu müssen sie die Höchstbeträge für Sonderausgaben überschreiten.
  • Höchstbeträge: Die Höchstbeträge für Sonderausgaben sind gestaffelt und richten sich nach dem Familienstand sowie der Art der Krankenversicherung. Für Selbstständige und Beamte gelten dabei andere Regelungen als für Arbeitnehmer.
  • Selbstständige und Beamte: Selbstständige und Beamte können in der Regel ihre gesamten Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sonderausgaben geltend machen, da sie keine Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Krankenversicherung haben.
  • Arbeitnehmer: Arbeitnehmer können nur den Teil ihrer Beiträge zur privaten Krankenversicherung absetzen, der die Arbeitgeberzuschüsse übersteigt. Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Vorsorgeaufwendungen: Neben den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung können auch andere Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben abgesetzt werden. Beachte jedoch bitte die jeweiligen Höchstbeiträge.
Zu steuerlichen Themen empfehlen wir grundsätzlich die Hilfestellung durch einen Steuerberater oder einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe.
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