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Der optimale Zeitpunkt für den Wechsel in die Private Krankenversicherung

Die Entscheidung, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln, ist für viele ein wichtiger Schritt, der gut durchdacht sein sollte. In diesem Artikel erfahren Sie, wann ein Wechsel sinnvoll ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, und wie Sie die Umstellung am besten angehen.

Gründe für den Wechsel in die PKV

Ein Hauptgrund für den Wechsel in die Private Krankenversicherung ist oft der Wunsch nach einer besseren medizinischen Versorgung und kürzeren Wartezeiten bei Ärzten. Viele ärzte bevorzugen privat Versicherte, da diese höhere Honorare zahlen. Zudem bietet die PKV oft umfangreiche Leistungen, die in der GKV nicht enthalten sind, wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer im Krankenhaus. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Potential, Beiträge zu sparen bei steigendem Einkommen.

Voraussetzungen für den PKV-Wechsel

Um in die Private Krankenversicherung wechseln zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Angestellte müssen ein Jahresbruttogehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) verdienen, die für 2021 bei 64.350 Euro liegt. Selbstständige und Freiberufler können jederzeit wechseln, da sie nicht der Versicherungspflicht unterliegen. Beamte und Beamtenanwärter haben ebenso die Möglichkeit einer günstigeren Beamtenversorgung durch die PKV.

Beste Zeitpunkte für den Wechsel

Für den optimalen Wechselzeitpunkt ist es ratsam, den Wechsel am Anfang eines Jahres zu planen, um die maximale finanzielle Effizienz zu erreichen. Junge Menschen profitieren besonders stark von frühen Wechseln, da die Beiträge in jungen Jahren deutlich geringer sind und mit zunehmendem Alter steigen. Auch bei einem karrierebedingten Gehaltsanstieg, der die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, ist ein zeitnaher Wechsel zu empfehlen.

Vor- und Nachteile der PKV

Die Vorteile der PKV umfassen eine bessere und schnellere medizinische Versorgung, individuell anpassbare Tarife und Leistungen, sowie die Möglichkeit, Alterungsrückstellungen aufzubauen, die im Alter zu stabileren Beiträgen führen. Allerdings gibt es auch Nachteile, wie möglicherweise stark steigende Beiträge im Alter und eine erschwerte Rückkehr in die GKV. Außerdem sind die Familienmitglieder nicht automatisch mitversichert, was in der GKV der Fall ist.

Wie Sie den Wechsel zur PKV planen sollten

Bevor Sie in die PKV wechseln, sollten Sie einen gründlichen Vergleich zwischen PKV und GKV durchführen. Es ist wichtig, nicht nur die Beiträge, sondern auch die Leistungen genau zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsberater kann dabei eine wertvolle Hilfe sein. Ebenso sollten Sie überlegen, welche Zusatzleistungen für Sie persönlich sinnvoll sind und welche Risiken Sie selbst tragen möchten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Was passiert, wenn ich aus der PKV zurück in die GKV wechseln will? - Eine Rückkehr in die GKV ist in der Regel nur unter bestimmten Bedingungen möglich, zum Beispiel bei der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze.
  • Wie wirkt sich der PKV-Wechsel auf meine Steuererklärung aus? - Beiträge zur PKV können als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden, was zu Steuerersparnissen führen kann.
  • Können meine Familienangehörigen in der PKV kostenlos mitversichert werden? - Nein, im Gegensatz zur GKV muss für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag gezahlt werden, was die Kosten erhöhen kann.

Auf einen Blick: Der Wechsel in die private Krankenversicherung kann viele Vorteile bieten, insbesondere wenn man besser medizinisch versorgt werden möchte und über das nötige Einkommen verfügt. Es ist jedoch wichtig, die Entscheidung sorgfältig zu planen und alle Aspekte zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass es die richtige Entscheidung ist. Ein Vergleich der Leistungen und Kosten sowie eine umfassende Beratung sind unerlässlich.

Häufige Fragen

  • Was sind die Voraussetzungen für den Wechsel in die private Krankenversicherung?
    Die Voraussetzungen umfassen in der Regel ein regelmäßiges Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständigkeit oder Beamtentum.
  • Welche Gründe sprechen für einen Wechsel in die PKV?
    Mögliche Gründe können bessere Leistungen, individuell zugeschnittene Tarife und meist kürzere Wartezeiten bei Fachärzten sein.
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Wechsel in die private Krankenversicherung?
    Ein guter Zeitpunkt kann sein, wenn gerade eine Beförderung oder ein Jobwechsel stattgefunden hat, oder man sich selbstständig gemacht hat und über eine dauerhaft hohe Einkunft verfügt.
  • Welche Nachteile hat die private Krankenversicherung?
    Zu den Nachteilen zählen unter anderem höhere Beiträge im Alter, Bindung an den jeweiligen Tarif und potenzielle Schwierigkeiten beim Rückwechsel in die gesetzliche Krankenversicherung.

Quellen

  • Finanztip
  • Stiftung Warentest
  • Focus Online

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